Prosecco-Alps
Zusammenfassung |
Gebirgslandschaften spielen eine bedeutende Rolle im Wasserkreislauf, da sie besonders während der kalten Jahreszeit Wasser in Form von Schnee und Eis speichern und dieses in der warmen Jahreszeit als Schmelzwasser abgeben. Weltweit wird als Ergebnis der Klimaerwärmung ein deutlicher Rückgang der Gletscher beobachtet, bis zum Jahr 2100 wird für die Alpen ein fortgesetzter Gletscherrückzug vorhergesagt. Als Konsequenz werden sich Hydrologie und Geomorphologie im Gebirgsraum drastisch ändern, was zu einer deutlichen Änderung der Schmelzwassermengen, der Wasserqualität und der Fließgewässerökologie in den Gebirgsbächen führen wird. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gebirgsbachfauna in höchstem Maße an die unwirtlichen Umweltbedingen angepasst ist. Beim prognostizierten Rückgang der Schmelzwassermengen ist zu erwarten, dass diese Lebensgemeinschaften in ihrer Zusammensetzung stark verändert und sogar zahlreiche endemische Arten verschwinden werden. Diese Folgewirkungen können derzeit nur grob geschätzt werden, da wichtige Daten über die alpine Hydrology sowie die Bedeutung der Geomorphologie für Hydrologie, Wassertemperatur und -chemie und der Wirkungen dieser Faktoren auf die Gewässerökologie fehlen. |
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Projektziele | Prosecco-Alps beseitigt die oben beschriebenen Wissensdefizite durch multidisziplinäre Untersuchungen, nämlich mit (a) alpiner Fließgewässerhydrologie, (b) Vorfeld-Geomorphologie und den physikalisch-chemischen Eigenschaften und (c) den wasserlebenden Makroinvertebraten unter (d) Anwendung und Weiterentwicklung eines Arteigenschafts-Indikatorensystems und (e) dem Test und der Entwicklung innovativer Modelle, wobei Daten aus (a) bis (d) verwendet werden, um die hydro-ökologische Dynamik und Veränderung anhand spezifischer Klimawandelszenarien aufzuzeigen. |
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Projektbeginn | 03.2010 | ||||||||||||
Projektende | 02.2013 | ||||||||||||
Projektteam |
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Projektpartner | Institut für Ökologie, Universität Innsbruck |
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Finanzierung | Österreichische Akademie der Wissenschaften (Alpenforschung) |